2015 - 2017 hinzugefügt

 

 

Ich füge auch Gedichte hinzu, die zum großen Teil schon sehr alt sind,

denn immer, wenn ich liegen muss,

habe ich Zeit, in meinen alten Schachteln zu kramen 

und Zettelchen und alte Schulhefte zu durchstöbern.

 

 

 

 

 

 

Die Eiskönigin

 

Draußen steht die kalte Schöne,

hebt den glitzernd weißen Stab,

haucht den kalten Nebelatem

mikrofein auf uns herab.

 

Kleinste Tröpfchen tanzen leise

fangen sich an Zweig und Ast

und erstarren dort zu Eise-

halten kalte Winterrast.

 

Königin, mit Deinen Armen

bannst du klirrend Mensch und Tier,

lächelst kalt, bist ohn‘ Erbarmen,

schließt vom Eispalast die Tür.

 

Dennoch stehen wir voll Staunen,

welchen Zauber du vollbracht.

Wenn die Eiskristalle blühen

tanzt die Zauberin und lacht.

 

floravonbistram

 

 

 

 

Die Becher geleert

 

Die Becher geleert  und  die Liebe getrunken-

gemeinsam in goldenem Rausche versunken.

Doch lange schon welken die Blätter,

die Blätter der Rosen.

 

In Wolken geschwebt und die Berge erklommen,

die Meere der Freuden gemeinsam durchschwommen.

Doch längst schon entflogen die Tauben,

die Tauben des Friedens.

 

Die Sterne gezählt und die Küsse gegessen,

die Welten der Träume geteilt und besessen.

Doch lange schon rinnen die Tränen,

die Tränen des Abschieds.

 

Das Sehnen gefühlt und voll Hoffnung geblieben,

den Glauben an uns in die Sonne geschrieben,

doch zu lange schon trennen uns Welten,

die Welten des Verstehens.

 

 

floravonbistram 1994

 

 

 

Freuden

Bitte nimm die Kindertage-
ihre Freuden im Erleben-
mit ins Heute. Ohne Frage
soll Erinnern Lachen geben.

Darum streichen wir das Schwere,
denn es ist nicht änderbar,
schicken's in Vergessensleere,
leben nur das WUNDERBAR

 

                                                     floravonbistram

 

 

 

 

Es liegt ein Grüßen in der Luft,
das uns verwirrt und tief berauscht.
Päonien- und Rosenduft
die Welt zum Paradies so tauscht.

Aus Wald und Wiesen trägt der Wind
des Sommers Hauch in unser Sein.
Voll Leichtigkeit, wie einst als Kind,
glücktaumelnd wie vom süßen Wein,

so tanze ich, nicht damenhaft,
egal wer was da von mir denkt.
Wie dankbar bin ich jener Kraft
die mir die sieben Sinne schenkt.

floravonbistram

 

 

 

 

Ballett im Kornfeld

 

Siehst du die zarten Elfen schweben
dort in dem Kornfeld nah am Rain,
wie sie den Äckern Farbe geben,
mit bunten Kleidern, seidenfein?

Die roten Chiffonkleider wehen,
sie tanzen, zart vom Wind geküsst,
auch Blaugeschmückte könn‘ wir sehen,
solange Sommertanzfest ist.

floravonbistram 1976

 

 

 


Meine Lebensscherben

 

Ich fege meine Lebensscherben zusammen,

schaue mir die Fragmente noch einmal an,

Erinnerungen fliegen wie Wolken vorbei,

wenn ich sie Teil für Teil in die Hand nehme.

Manche sind ganz hell und wirken fröhlich,

doch es gibt auch viele dunkle darunter.

 

Darum packe ich sie in ein großes Kaleidoskop.

Halte ich dieses nun in das helle Licht,

drehe es langsam und voller Erwartung,

zeigen sich mir bunte Bilder, angst- und sorgenfrei.

In einzelnen Sequenzen betrachtet

zeigt sich nie das ganze Lebensbild,

 

doch so rutschen immer wieder bunte Scherben

über die mir vorher so dunkel erscheinenden

und ich sehe nun voller Dankbarkeit und Vergnügen:

Mein Leben war und ist so bunt.

 

floravonbistram 2011


 

Wohin mit all den ungelebten Träumen

 

 Wohin mit all den ungelebten Träumen,

wo lege ich all unser Lieben ab?

Wie banne ich nur deinen Duft aus Räumen,

in denen ich mit dir gesungen hab.

 

Wie misse ich die zauberhaften Stunden

mit Morgenrot im Wald an unserm See.

So sehr hat uns das Leben herzverbunden,

schon der Gedanke dran tut endlos weh.

 

Wer nimmt mir ab die herrlichen Gedanken,

mit denen wir ein Luftschloss uns gebaut.

Wie öffne ich für mich die Hoffnungsschranken

und lösch‘  das Sehnen unter meiner Haut?

 

Noch fühle ich die farbenfrohen Bilder,

die phantasievoll wir so oft erdacht -

schon werden sie pastellig, fühlungsmilder,

auf sie legt sich zart die Vergessensnacht.

 

Und ohne Antwort bleiben viele Fragen,

verbrennen in der wunden Herzensglut.

Doch will und kann ich heute nichts beklagen,

denn wie es war, war es unendlich gut.

 

 

floravonbistram

 

 


Lasst uns Licht geben

 

Ich zünde eine Kerze an

und hoffe, dass der warme Schein

noch viele Menschen hier bewegt

Lichtboten mal zu sein.

Lasst uns erhellen diese Welt,

um Frieden zu erlangen,

für jene, die im Schicksalsfeld

mal wieder um ihr Leben bangen.

Hand in Hand müssen wir leben

um den Menschen Kraft zu geben.

 

floravonbistram


 

Regenschauer

 

Wie ein Kind tanz ich im Regen

nach der furchtbar heißen Zeit

lass mich küssen von der Wolke

die uns heute Kühlung gibt

Barfuß durch die Pfützen laufen

dass das Wasser ganz hoch spritzt

lass mir das Gesicht massieren

Haare spült der Regen weich.

Das Erinnern lässt mich lächeln

heut in diesem Himmelsnass

und mein Gang wird fast beschwingter

so begrüße ich den Tag.

 

 

floravonbistram

 

 

Frühlingslust

 

Fiel die Sonne auf die Erde?

Nein, der Raps kopiert sie nur

und ein gutgelaunter Maler

tupfte farbig Feld und Flur.

 

Windgesteuert huschen Wolken,

malen Schatten hier und dort,

doch die warme Sonnenzunge

leckt die dunklen Farben fort.

 

Grüner Teppich lädt zum Rasten

und zum Still- Verweilen ein,

Frühchoral der Flügelträger

kann mein Seelenbalsam sein.

 

Und die Wälder wogen rauschend,

biegen sich im Frühlingswind,

geben Tieren Schutz und Nahrung.

Dort ich gerne Ruhe find‘.

 

Lausche still dem regen Leben,

findet es um uns doch statt.

Dankend falte ich die Hände,

trinke mich am Frühling satt.

 

floravonbistram

 

 

Unverbraucht

 

Aufgeschäumte Meeresränder

lichtgemalt in Sehnsuchtsblau

leiser Wind trägt das Erinnern

legt es tief-warm in mein Herz.

 

Und das Hoffen bauscht in Wolken

sanft flieht Trauer vor dem Tag

Möwenkreischen wird zu Liedern

Freude tanzt der Wellenkamm

 

Nun erstehen vor mit Zeiten

durch die Liebe reich gemacht

Stark lebendig unverwundbar

bleibt sie in mir – unverbraucht

 

floravonbistram 1976

 

 

 

Licht und Schatten

 

Hinter Fenstern tanzen Schatten
fahles Licht weist mir den Weg
Falter fliegen wirr an Lampen
werden still daran verglühn.

Marktplatz - düster, ohne Leben,
grinsend turnen Hausgesichter.
Blumen liegen welk, zertreten
und der Brunnen schimmert grün.

Und das Sehnen ist Begleiter,
Tag und Nacht gehn Hand in Hand,
rabendunkle Du-Gedanken
lassen nicht den Himmel sehn.

Dann, von fern ein kleines Stimmchen
ruft und klagt, es singt und lacht...
Nachtigall im Park des Lebens
lässt mich lächelnd stille stehn.

Ist es wohl dein Ruf von Jenseits,
der mich rüttelt, wach zu sein,
der mir winkt mit Klang und Farben,
die für uns am Wege blühn.

Nun wird auch der Himmel heller,
Sonne schiebt die Nacht hinweg.
Dankbar atme ich den Morgen,
denn das Leben ist doch schön.


FloravonBistram 1977


Ostpreußen - Wiedersehen mit der Heimat


Da ist sie, die Allee der Linden,
wir gehen wie durch Zauberland,
wie werden wir die Heimat finden?
Es klopft das Herz, zittert die Hand.
Nun steh ich hier, vertraute Erde,
die keiner rodet und bebaut.
War nicht einmal das Wort: es werde,
bevor der Mensch die Welt erschaut?
Schwertlilien in den Sümpfen blühen,
die Störche fischen ungestört,
und in der Mittagshitze Glühen
der Lerche Lied uns heiß betört.
Die Heimat, ach so voller Schönheit,
es steigen in die Augen Tränen.
So unbebaut - Paradieseszeit,
in die wir uns versetzt fast wähnen.
floravonbistram 2012

 

Ich denke an dich
Stets denke ich an dich,
wenn die Natur ganz frisch erwacht,
die Sonne warm vom Himmel lacht,
denn dann berührst du mich.
Oft denke ich an dich,
wenn Frühling Blütenträume malt
und überall ein Lachen strahlt,
denn dann lachst du für mich.
Heut denke ich an dich,
denn unser Meer hebt sich laut tönend
und Winde toben klagend, stöhnend,
denn so sehr klage ich um dich.
Laut denke ich an dich,
wenn Vögel deinen Namen singen,
die Blätter rascheln und erklingen,
dann singen sie für dich und mich.
Still denke ich an dich
wenn nachts im Kerzen-Flackerscheine
ich manchmal sitze, um dich weine,
doch dann umarmst du mich.

 

Floravonbistram 1977

 

 

Sonett für den ertappten Lügner

Bevor du heimgehst, brich dein dunkles Schweigen,
sprich offen, schau mir direkt ins Gesicht.
Warum dein Mund wohl nie die Wahrheit spricht?
Du sollst nicht lügen, sondern ernste Reue zeigen. 

Wie oft Ertappte ihre Blicke neigen,
gerad, als stünden sie schon vor Gericht
und doch bekennen sie die Schuld noch nicht,
sie tanzen weiter in dem Höllenreigen. 

Ich will dein Stillsein länger nicht ertragen,
leck still die Wunden, die du mir geschlagen
und warte, dass der Schmerz verblasst. 

Dann, irgendwann, werd‘ ich ganz ohne Fragen,
und ohne mich darüber zu beklagen,
erkennen, du warst meiner Seele Last. 

floravonbistram 2008

 

 


Verwehendes

 

Wolkenweich versinken Gedanken

Das Gestern und Heute

vermischt sich mit dem Tanz

der Blütenblätter im Wind

Lächeln kommt aus Anderswo

Plötzlich hilfloses Schauen

Suche nach Beständigem

Verwischte Zeit flieht

in das Prasseln des Regens

Sonnenglanz im Nichtmehr

Tastend gekrümmte Hände

im Greifen nach dem Vergessenen

 

floravonbistram 2002


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Schaut auch mal bei Youtube rein, da habe ich viele Videos eingestellt

 

 

 

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HILDESHEIMER LITERATUR-WETTBEWERB

Ich freue mich sehr, dass aus tausenden Einsendungen europaweit mein Gedicht von den anderen Autoren zu einem der fünf Preisträger gevotet wurde, es war ein reines Autorenvoting, das für mich ein großes Lob bedeutet. Danke

 

 

 

Nichts zu bereuen,

das ist das Wesentliche.

Denn sonst würde man das

Gewesene degradieren.

FvB

Ich danke allen Lesern, die für mich abgestimmt haben, für den silbernen Award. 

die schönsten Gedichte - www.gedichte-oase.de

 Gedichte von Flora von Bistram dürfen nach einer Erlaubnis von mir für nicht gewerbliche Zwecke auf anderen Internetseiten wiedergegeben werden, sofern im unmittelbaren Zusammenhang Angaben zum Copyright erfolgen und ein direkter HTML-Link auf http://nachtfluege.de gesetzt wird. Diese Erlaubnis kann im Einzelfall ohne Angabe von Gründen jederzeit widerrufen werden.

Kariologisches

http://kariologiker.wordpress.com/

 

Wenn Ihr Klartext und Satire mögt

 

 

Danke an

alle Leser



"Nicht was du

zusammenfegst,

sondern was du

verstreust,

erzählt, wie du dein

Leben gelebt hast"



 

 

Auch wenn die Sonne

mir mal nicht scheint,

freue ich mich,

denn sie könnte

jeden Augenblick

die grauen Wolken

durchbrechen.

 

Das Leben
schenkt nicht nur Rosen, 
es stehen auch überall
die Disteln bereit.
Doch wenn wir
genau hinschauen,
entdecken wir auch
ihre Schönheit.
Flora von Bistram

 

 

 

Ich wurde schon lachend geboren

ein zahnloses Freuen, von Ohr zu Ohr,

ich habe es auch nicht verloren,

das Lächeln herrscht heute noch vor.

 

Egal, was passierte zu jeglicher Zeit,

ein Lächeln, ich schwör's Euch,

von Sorgen befreit

 

FvB

 

 

 

 

Tritt ein für deines
Herzens Meinung
und fürchte nicht
der Feinde Spott,
bekämpfe mutig
die Verneinung,
so du den Glauben
hast an Gott.

Theodor Fontane

 

 

 

 

Zauberlichter

klickt mal die

Homepage von

Sigrun Al-Badri an

 

 

 

 

Nur ein Hinweis:

viele meiner Fotos

in den Texten

lassen sich

durch Anklicken

vergrößern

 

 

 

 

 

 

 

 

Nur da bist du

mit den richtigen

Menschen zusammen,

bei denen du sein kannst,

wie du bist,

wie du fühlst

und wo du fühlst,

dass diese Menschen sind

wie sie sind

und wie sie fühlen

 

 

2006

 

 

 

Wer es verstehen kann, der verstehe es.
Wer aber nicht, der lasse es ungelästert
und ungetadelt.
Dem habe ich nichts geschrieben.
Ich habe für mich geschrieben.

Jakob Böhme


Wenn ich tot bin,

darfst du gar nicht trauern

Meine Liebe

wird mich überdauern

und in fremden Kleidern

dir begegnen

und Dich segnen.

 

Ringelnatz

Wünsche sind

wie Blicke durch

das goldene Tor

in den Himmel.

Den Weg zur

Erfüllung müssen

wir selber gehen.

 

FvB

 

             Zeit

 

Zeit der Liebe,

Zeit des Lebens,

Zeit des Nehmens,

Zeit des Gebens

Zeit der Freude,

Zeit des Leidens

Zeit der Tränen,

Zeit des Scheidens

Zeit des Küssens,

Zeit des Kosens

Zeit der Stürme,

Zeit des Tosens

Zeit der Hoffnung,

Zeit des Schmerzes

Zeit des Glaubens,

Zeit des Herzens

 

   Zeit bleibt Zeit

 

   

 

COPYRIGHT

 

Es ist verboten, ohne meine Einwilligung
meine Texte zu kopieren,
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abzuschreiben, weiterzugeben.
Wer gegen meinen Willen handelt,
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Geschichten, Gedichte, Bilder,
satirische Texte sind mein Eigentum. 

 

Wie eine Feder

 

eben noch schwebend

im Himmel

der explodierenden

Gefühle

und jetzt,

am Boden,

noch nicht zerstört

ein wenig

sonnenbeschienen-

meine Hoffnung

kleine Feder

 

2004

 

 

 

 

 

 

 

Deine Hände,

deine Augen,

deine Stimme,

dein Mund,

dein Körper,

ganz und gar

DU

 


1979

 

"Denke lieber an das,

was du hast,

als an das,

was dir fehlt!

Suche von den Dingen,

die du hast,

die besten aus

und bedenke dann,

wie eifrig du

nach ihnen gesucht

haben würdest,

wenn du sie nicht hättest"


Marc Aurel


 

Als taktlos

wird meistens

derjenige bezeichnet,

der das ausspricht,

was alle

anderen denken.