TAG UND NACHT

 

 

                   Matthias Claudius - Der Mond ist aufgegangen

 

 

 

 

 

 

 

 

Himmel und Erde

 

Wieder so eine

samtblaue Nacht

mit Sternenmuster

auf ihrer Bettdecke,

die sich seidig

um uns schmiegt.

Wind, der

uns kaschmirweich umhüllend -

sein Abendlied einstimmt

in das verhallende

Geflüster der Natur.

Gold fließt warm

aus Mondes Blick.

Umarmung von

Tag und Nacht und Tag,

Himmel und Erde.

 

 

 

 

 

Wenn der Tag zur Ruhe geht

 

Wenn sich der Tag zur Ruhe legt,

das helle Licht dem Dunkel weicht,

wenn sanftes Mondlicht mich erreicht,

der Frieden ganz mein Sein bewegt.

 

Vor meiner Bank auf meinem See,

der golden schimmernd vor mir liegt,

ein Schwan sich noch im Wasser wiegt,

Gefieder, leuchtend weiß wie Schnee.

 

Und perlend sprühen kleine Tropfen,

sich schüttelnd er den Teich verlässt,

den bunten Specht vor seinem Nest

hör lange ich noch emsig klopfen.

 

Ich lasse Sehnsucht in mein Sinnen,

lausch in den Wald und mich hinein,

bleib träumend gern nur hier allein

und fühl des wahren Lebens Stimmen.

 

Dann sehe ich dem Mond froh zu,

wie stetig er die Bahnen zieht,

und jede Sorge mich dann flieht,

so find ich mich und komm zur Ruh.

 


 

 

 

 

 

 

Alle Morgenglocken läuten

 

Der Glocken satte Klänge

erreichen stets Ohr und Herz

derer, die hoffend schauen

voll  Glauben himmelwärts.

 

Der Nächte betend  Schweigen,

durchbrochen in Moll und Dur

von denen, die singend rufen

weit über grünlächelnde Flur.

 

Der Sonne stilles Malen,

geführt von Gotteshand

setzt Horizont und Wolken

in rotgoldenen  Himmelsbrand.

 

Des Windes sanftes Streicheln,

gehaucht mit warmem Mund,

lässt Menschen leicht erbeben

im buntschimmernden Grund.

 

2004

 

 

 

 

 

 

 

Spanische Nacht

 

 

Diese Nacht ist phantastisch-

sternenklar u. berauschend.

Atemlose Lust weckt der große,

rot-goldene Mond.

Das Dämmerlicht umfängt uns.

Dieses ganz besondere Licht,

das die Haut so sinnlich,

so verführerisch schimmern lässt.

Ein leichter Wind ,

der sanft die Seele streichelt.
Milde Luft,

von der man nie genug atmen kann.

Ein zarter Hauch,

der uns immer wieder zittern lässt -

aber nicht vor Kälte.

Ich kann mich nicht bewegen,

aber ich will es auch gar nicht.

Du siehst die Lust

in meinem Auge glitzern,

wie ich auch in deinen.

Wenn alle Nächte so wären

bräuchte ich keine Tage mehr.

 

 

 


 

 

 

Glitzernder Morgen

 

Und wieder hat heute der Frühling

den Kampf

gegen den eisigen Winter gewonnen

und lässt ihn entschweben

in silbrigen Schleiern.

Das eifrige Sammeln und froher Gesang

gefiederter Freunde weckt Wald und Flur.

Gestern noch pralle Knospen

und schon entfalten sie

heute hell leuchtendes Grün.

Ganz satt und orange schimmernd

schiebt sich die Sonne über den Horizont

und taucht alles in ein warmes Licht.

Nun wird in wenigen Stunden

der glitzernde Reif

auf Feldern und Wiesen

verschwunden sein.

Ein neuer, strahlender Tag

wird unsere Gefühle beflügeln.

Ich wünsche dir

den Genuss dieses herrlichen Tages

mit hellwachen Sinnen

auskosten zu können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In stillen Nächten

Es rührt in stillen Nächten manches Mal an uns,
als höbe sich ein Ahnen von der Seele Grund.
Dann ziehen Wünsche hoch auf Sternenbahnen
und werden dort in fernster Ferne kund.

Mit sachtem Flügelschlag streift uns ein Bote,
der aus des Jenseits Weiten kam herab.
Der Reichtum dieses Augenblicks erfüllt die Sinne
und Hoffnung birgt er, die es so nie gab.

Verloren wähnen wir uns oft in Raum und Zeit,
voll Staunen über das Geheimnis um das Sein.
Zuweilen hören wir auf eine leise Stimme.
Was uns erhebt jedoch ist nicht aus uns allein.

 

Dank an Otmar Müller, der dies schrieb

 

 

 

 

 

 

 

 

Mond und Sonne

 

Wenn der Mond die Sonne berührt,
wenn er zärtlich sie verführt,
wenn sie in seinen Arm sich schmiegt
und er sie sanft im Mondlicht wiegt.

 

Was wird mit Nacht und Tag passieren,
wenn Mond und Sonne sich berühren?
Sind wir dann Eins in Zeit und Raum?
Bleibt das für immer nur ein Traum?


Wer glücklich ist bei Tag und Nacht,
hat diesen Traum schon wahr gemacht.
Denn nur wer liebt, der kann es spüren,
wenn Mond und Sonne sich berühren!

 

 

 

 

Dieses Gedicht entstand zur Sonnenfinsternis 1976

 

 

 

 

 

 

Morgengrauen

 

Im schwarzsamtenen Kleid,

mit Sternen bestickt,

 tanzt die Nacht,

geschmückt mit Perlen

aus nächtlichem Tau.

Auf moosigen Pfaden

geben sich Elfen und Trolle

ein mondbeschienenes Stelldichein,

zur Musik der Zweige im Wind,

den klagend, doch warm schwingenden

Rufen von Eule und Kauz,

dem rhythmischen Flüstern und Wispern

in Gras und Busch.

Schleier der Nymphen wehen

im aufsteigenden Nebel,

zur ewigen Melodie

von Nacht zum Tag.

  1998

 

 

 

"Nicht was du

zusammenfegst,

sondern was du

verstreust,

erzählt, wie du dein

Leben gelebt hast"

http://floravonbistram-bei-bookrix.blogspot.com/

 

 

Auch wenn die Sonne

mir mal nicht scheint,

freue ich mich,

denn sie könnte

jeden Augenblick

die grauen Wolken

durchbrechen.

 

 

 

Nur ein Hinweis:

viele meiner Fotos

in den Texten

lassen sich

durch Anklicken

vergrößern

 

 

 

 

 

 

Nur da bist du

mit den richtigen

Menschen zusammen,

bei denen du sein kannst,

wie du bist,

wie du fühlst

und wo du fühlst,

dass diese Menschen sind

wie sie sind

und wie sie fühlen

 

 

2006

 

 

 

Wer es verstehen kann, der verstehe es.
Wer aber nicht, der lasse es ungelästert

und ungetadelt.

Dem habe ich nichts geschrieben.

Ich habe für mich geschrieben.


Jakob Böhme

 

 

 

Wenn ich tot bin,

darfst du gar nicht trauern

Meine Liebe

wird mich überdauern

und in fremden Kleidern

dir begegnen

und Dich segnen.

 

Ringelnatz

 

             Zeit

Zeit der Liebe, Zeit des Lebens,
Zeit des Nehmens, Zeit des Gebens
Zeit der Freude, Zeit des Leidens
Zeit der Tränen, Zeit des Scheidens
Zeit des Küssens, Zeit des Kosens
Zeit der Stürme, Zeit des Tosens
Zeit der Hoffnung, Zeit des Schmerzes
Zeit des Glauben, Zeit des Herzens
          Zeit bleibt Zeit

 

   

 

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Wie eine Feder

 

eben noch schwebend

im Himmel

der explodierenden

Gefühle

und jetzt,

am Boden,

noch nicht zerstört

ein wenig

sonnenbeschienen-

meine Hoffnung

kleine Feder

 

2004

 

 

 

 

 

 

Deine Hände,

deine Augen,

deine Stimme,

dein Mund,

dein Körper,

ganz und gar

DU

 


1979

"Denke lieber an das,

was du hast,

als an das,

was dir fehlt!

Suche von den Dingen,

die du hast,

die besten aus

und bedenke dann,

wie eifrig du

nach ihnen gesucht

haben würdest,

wenn du sie nicht hättest"


Marc Aurel

Als taktlos

wird meistens

derjenige bezeichnet,

der das ausspricht,

was alle

anderen denken.