SOMMER

 

 

Tanz im Wind

 

Es liegt ein Tanzen in den Zweigen

die wiegend auf und ab sich neigen.

Es ist der sanfte Sommerwind,

der sie zum Sonnentanz gewinnt

wenn er die Blätter leis berührt

und sie zum Schwingen sanft verführt.

 

Er spielt zum Tanz ein neues Lied,

das mit den Vögeln weiter zieht,

um mit den schönsten Melodeien

die Menschenherzen zu erfreuen.

Sie singen, summen voller Freude:

„Oh welch ein schöner Tag ist heute“

 

 


 

 

 

 

 


Brennend

 

Sonnenlicht brennt

spielend auf der Haut

heißer Atem

seine lockende Hand

ergreift

Komm in den Schatten

der Bougainvillen

Kühle finden

für loderndes Spiel

ewig sich gleichender

Rhythmus

 

 

 

 

 

 

Ermattet

 

Schwüle und Hitze -

ächzende Stadt,

brütende Sonne

macht Leben so matt.

 

Schweißnasse Körper

im Schatten nun ruhn,

lechzend nach Wasser

und müdem Nichtstun.

 

Geruch so drückend,

nach reifender  Frucht,

doch auch nach Fäulnis

trifft uns voller Wucht.

 

Träge Geräusche

an unserem Ohr,

Augen geschlossen

lauschen dem Chor -

 

der Bass der Autos,

gemischt mit Sopran

von Kinderstimmen

kommt dumpf bei uns an.

 

Tag, du umfasst uns

mit schmerzender Hand,

die Nacht nimmt uns auf -

verglüht und verbrannt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In mir ist Sommer

 

Die letzten Augenblicke

zwischen Tag und Nacht-

ein letztes Vergehen der Sonne,

noch Tageslicht,

rosa-orange untergehend,

gleißend voller Macht -

lassen  mich noch immer

den Sommer spüren.

 

Im Zwielicht werfen wir uns

noch einmal ins Wasser,

fachen dann an

des kleinen Feuers schwelende Glut,

liegen im Schilf, halten uns

lange lustvoll umfangen,

an unserem Waldsee,

den schon ewig wir kennen so gut.

 

Hörst du auch das Zischen

des versinkenden Feuerballs,

das Klingen der Sterne,

die schon matt schimmernd stehn

und ihren sanften Abglanz

zu dem des Mondes gesellen,

sag mir mein Freund,

wirst du es immer erinnernd sehn?

.

Fernab von Lärm,

in der vergehenden Wärme

erleben wir uns,

ein zartes Lüftchen, ein leichter Hauch

liegt auf dir und auf mir,

was wird uns morgen

und die kommenden Jahre erwarten?

In mir ist Sommer,

auch wenn ich ihn vielleicht

morgen schon verlier.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Almeria

 

Rote, ausgedorrte Erde-

rissige Haut des Landes,

auseinander geplatzt

in der Unbarmherzigkeit

der erbarmungslos gleißend

flirrenden Sonne.

Flüsse, einst lebhaft

sich Bahn brechend,

kraftvoll herab rauschend

von den Bergen

der Sierra Nevada,

nun Ebenen,

seltsam gewundene Täler,

ausgetrocknet, ausgesaugt

von den gierigen Glutfingern.

Land meines Herzens,

wie bizarr bietest du dich dar.

 

 

 

"Nicht was du

zusammenfegst,

sondern was du

verstreust,

erzählt, wie du dein

Leben gelebt hast"

http://floravonbistram-bei-bookrix.blogspot.com/

 

 

Auch wenn die Sonne

mir mal nicht scheint,

freue ich mich,

denn sie könnte

jeden Augenblick

die grauen Wolken

durchbrechen.

 

 

 

Nur ein Hinweis:

viele meiner Fotos

in den Texten

lassen sich

durch Anklicken

vergrößern

 

 

 

 

 

 

Nur da bist du

mit den richtigen

Menschen zusammen,

bei denen du sein kannst,

wie du bist,

wie du fühlst

und wo du fühlst,

dass diese Menschen sind

wie sie sind

und wie sie fühlen

 

 

2006

 

 

 

Wer es verstehen kann, der verstehe es.
Wer aber nicht, der lasse es ungelästert

und ungetadelt.

Dem habe ich nichts geschrieben.

Ich habe für mich geschrieben.


Jakob Böhme

 

 

 

Wenn ich tot bin,

darfst du gar nicht trauern

Meine Liebe

wird mich überdauern

und in fremden Kleidern

dir begegnen

und Dich segnen.

 

Ringelnatz

 

             Zeit

Zeit der Liebe, Zeit des Lebens,
Zeit des Nehmens, Zeit des Gebens
Zeit der Freude, Zeit des Leidens
Zeit der Tränen, Zeit des Scheidens
Zeit des Küssens, Zeit des Kosens
Zeit der Stürme, Zeit des Tosens
Zeit der Hoffnung, Zeit des Schmerzes
Zeit des Glauben, Zeit des Herzens
          Zeit bleibt Zeit

 

   

 

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Wie eine Feder

 

eben noch schwebend

im Himmel

der explodierenden

Gefühle

und jetzt,

am Boden,

noch nicht zerstört

ein wenig

sonnenbeschienen-

meine Hoffnung

kleine Feder

 

2004

 

 

 

 

 

 

Deine Hände,

deine Augen,

deine Stimme,

dein Mund,

dein Körper,

ganz und gar

DU

 


1979

"Denke lieber an das,

was du hast,

als an das,

was dir fehlt!

Suche von den Dingen,

die du hast,

die besten aus

und bedenke dann,

wie eifrig du

nach ihnen gesucht

haben würdest,

wenn du sie nicht hättest"


Marc Aurel

Als taktlos

wird meistens

derjenige bezeichnet,

der das ausspricht,

was alle

anderen denken.