LEID

 

 

Blaue Stunde

 

In wochenlangem Bangen

das Hoffen auf Gesundung hier,

liegst du in meinen Armen

oder schlafend neben mir.

 

Der Mond dreht seine Runde,

schaut auf uns still herab,

in unsrer blauen Stunde -

wie lieb ich dich doch hab.

 

Dein Schlaf ist nun für immer,

ich sehe noch dein Bild vor mir.

Im silberhellen Schimmer

bleibt unsre blaue Stunde mir.

 

 

 

 

 

Du fehlst mir so sehr

 

Wie oft streift das Erinnern meine Seele

und zeichnet mir dein Bild in Himmelsblau,

es flüstert: „Immer wenn ich dir so fehle,

dann höre in den Wind wie heut und schau-

 

ich will dir helle Wolkenbilder schenken,

wie einst, als wir noch inniglich vereint,

denn nur mit Freude sollst du an mich denken,

wenn deine Seele voller  Sehnen weint“.

 

Ich höre Dich in meinem tiefen Sinnen,

auch fühle ich dich fast noch körpernah

und weiß, ich muss alleine neu beginnen,

wie schwer nach all dem Glück, das uns geschah.

 

Wie sehr fehlt mir dein unbeschwertes Lachen,

versuch in Traumgebilden  dich zu finden,

weil doch  so oft in nächtebangem  Wachen

die Traurigkeit Vergangenes will binden.

 

Wenn Nebelschwaden aus den Wiesen steigen

und Sonne unser Wolkentor durchbricht,

dann wird sich mir das Weiterleben zeigen,

seh`  Zukunftsfreude  ich im Hoffnungs- Licht.

 

 

FvBistram

 

 

 

 

 

 So viel

 

So viele Gedanken und darin stets du.
So viele Gefühle und keinerlei Ruh.
So viele Gerüche erinnern an dich.
So viele Berührungen beunruhigen mich.


So viele Gespräche geführt in der Nacht.
So viele Träume gemeinsam erdacht.
So viele Spiele mit dir gespielt.
So viele Hände von dir gefühlt.


So viele Schauer durchjagten mich.
So viele Wünsche hatt` ich an dich.
So viele Freuden erlebten wir zwei.
So viele, so viele...und alles vorbei.

 

1993

 

 

 

 

 

 

 

Zerstört

Mein Herz voll Liebe hat dir gehört,

ich habe es freudig dir gebracht

hast es benutzt, ganz unbedacht

und dann das feinste Gespinst zerstört

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Herzenssturm

 

So stürmisch wie da draußen,

so sieht mein Inn`res aus,

ein Toben und ein Brausen,

als wollt` etwas hinaus.

 

Ich denk, könnt ich jetzt schreien,

dass` von den Wänden hallt,

es  würd mein Herz befreien,

ich fühlt mich leichter bald.

 

Doch Schrauben an den Lippen

die hindern mich daran,

ich muss es mir verbitten,

in mir tobt ein Vulkan.

 

Will mich im Wald jetzt stärken,

damit es nicht mehr brennt,

und keiner wird`s bemerken,

der mich nicht wirklich kennt.

 

FvB 1993

 

 

 

 

Krise

 

 

Schwarz wird der Himmel, deine Stimme ist kalt.
würgend die Hand, die mich jetzt umkrallt.
Die Angst ist verbündet mit tiefstem Schmerz.
Harte Worte von dir, sie treffen mein Herz.

Kein Hauch der Liebe hält wärmend mich fest.
Es bleibt keine Hoffnung, die mich leben lässt?
Der Schnee fällt schimmernd und erhellt die Nacht.
Aus düsteren Träumen bin ich schweißnass erwacht.

Der Tag beginnt schleppend, doch ich weiß genau
und ich fühle es sicher, ich bin deine Frau.
Du bist mein Mann auch ohne Schwur und Papier.

Vom Himmel verbunden wurden wir hier.

Die Klippen des Lebens und das tosende Meer,
die steinigen Wege, sie belasten uns sehr.
Und Gefühl, das stets mit Verantwortung ringt.
Kein Wissen um das, was die Zukunft uns bringt.

Wir werden uns lieben, auch mit quälenden Fragen.
Wir wollen hoffen, auch an schlechtesten Tagen.
Wir müssen uns halten, gemeinsam fest stehn.
Und dann, ja nur dann lässt das Leben uns gehn.

 

 

 

 

 

 

 

 Abschied


Ich wollte das Ende,

ich sagte es dir.
Dein Blick, er schmerzte so sehr.
Du nahmst meine Hand,

bliebst stumm neben mir.
Wir wussten,

wir sehn uns nicht mehr.

 

Du schautest mir nach,

ich sah nicht zurück,

doch ich fühlte mich

unsagbar  leer.
Ich dachte voll Leid,

da geht all mein Glück.
Mir war klar,

es wird schrecklich schwer.

Und Gefühle ,

die bleiben tief in mir drin.
So wird es lange noch gehn.
Ja, ich werde dich fühlen,

wo immer ich bin.
Nur die Zeit

wird den Schmerz verwehn.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

     Nur mein Traum

     Ich sehe dich, ich fühle dich,

doch es wird mir bewusst,
du bist nur in meinem Traum.
So schlafe ich weiter,
denn Erwachen tut weh.

 

 

 

"Nicht was du

zusammenfegst,

sondern was du

verstreust,

erzählt, wie du dein

Leben gelebt hast"

http://floravonbistram-bei-bookrix.blogspot.com/

 

 

Auch wenn die Sonne

mir mal nicht scheint,

freue ich mich,

denn sie könnte

jeden Augenblick

die grauen Wolken

durchbrechen.

 

 

 

Nur ein Hinweis:

viele meiner Fotos

in den Texten

lassen sich

durch Anklicken

vergrößern

 

 

 

 

 

 

Nur da bist du

mit den richtigen

Menschen zusammen,

bei denen du sein kannst,

wie du bist,

wie du fühlst

und wo du fühlst,

dass diese Menschen sind

wie sie sind

und wie sie fühlen

 

 

2006

 

 

 

Wer es verstehen kann, der verstehe es.
Wer aber nicht, der lasse es ungelästert

und ungetadelt.

Dem habe ich nichts geschrieben.

Ich habe für mich geschrieben.


Jakob Böhme

 

 

 

Wenn ich tot bin,

darfst du gar nicht trauern

Meine Liebe

wird mich überdauern

und in fremden Kleidern

dir begegnen

und Dich segnen.

 

Ringelnatz

 

             Zeit

Zeit der Liebe, Zeit des Lebens,
Zeit des Nehmens, Zeit des Gebens
Zeit der Freude, Zeit des Leidens
Zeit der Tränen, Zeit des Scheidens
Zeit des Küssens, Zeit des Kosens
Zeit der Stürme, Zeit des Tosens
Zeit der Hoffnung, Zeit des Schmerzes
Zeit des Glauben, Zeit des Herzens
          Zeit bleibt Zeit

 

   

 

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Wie eine Feder

 

eben noch schwebend

im Himmel

der explodierenden

Gefühle

und jetzt,

am Boden,

noch nicht zerstört

ein wenig

sonnenbeschienen-

meine Hoffnung

kleine Feder

 

2004

 

 

 

 

 

 

Deine Hände,

deine Augen,

deine Stimme,

dein Mund,

dein Körper,

ganz und gar

DU

 


1979

"Denke lieber an das,

was du hast,

als an das,

was dir fehlt!

Suche von den Dingen,

die du hast,

die besten aus

und bedenke dann,

wie eifrig du

nach ihnen gesucht

haben würdest,

wenn du sie nicht hättest"


Marc Aurel

Als taktlos

wird meistens

derjenige bezeichnet,

der das ausspricht,

was alle

anderen denken.