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Letzter Abschied

 

Welch ein hartes, wehes Beben,

welche Macht und doch so still,

als ob Schmetterlinge schweben,

wenn die Seele weinen will.

 

Deine bleichen Lippen schweigen,

sagen nie mehr zärtlich Du“

Deine schönen warmen Augen

zwinkern mir nun nie mehr zu.

 

Sonnenstäubchen tanzen Reigen

auf dem Bett und an der Wand,

Flöten höre ich und Geigen

lausche ihnen wie gebannt.

 

Schluchzend nehm ich deine Hände

hab sie inniglich geküsst.

Stehe vor des Leben Wende

weil du still gegangen bist.

 

Der Himmel öffnet weit die Tür,

denn deine Seele will nach Haus,

und tränenblind steh ich vor dir-

doch lasse ich sie still hinaus.

 

 

 

 

 

 

 

Der letzte Weg

 

Verzweiflung schweigt aus deinen Blicken

mich seelentief berührend sprechend an,

betroffen stets von menschlichen Geschicken

zieht dieses Leid mich wieder in den Bann.

 

Dein zart-verblühtes  Antlitz lässt mich spüren,

wie unvergessen Lebenswogen sind,

die Einer nur sanft-glättend kann  berühren,

oh fühle Ihn, denn du bist doch Sein Kind.

 

Du leugnetest Ihn schon seit vielen Jahren,

nun sucht die darbend Seele Ihn voll Qual,

nur einmal noch die Gnade zu erfahren,

bleibt dir denn hier und jetzt wohl noch die Wahl?

 

Ja, denn sie bleibt auf Erden jedem offen,

der flehend Seine Stärke sich erfleht.

Ein jeder kann  auf Seine Gnade hoffen,

der still den Weg der Wege mit Ihm geht.

 

FvB

 

Anderswelten

 

Tanzen in die Anderswelten

lachen uns in sie hinein

lieben unter Sternenzelten,

fühlen uns nie mehr allein.

 

Sehen uns mit andren Augen,

jenseits dem, was irdisch ist,

wollen uns voll Leben saugen,

das auf Erden wir vermisst.

 

Lebensrausch  im Sonnenglanz,

taumelnd wie ein Schmetterling,

der sogar im Todestanz

leuchtend-gold´ne Sterne fing.

 

Anderswelten, Anderszeiten,

jenseits der Verstandeswelt,

lassen uns auf Wolken gleiten,

wenn der Lebenswürfel fällt.

 



 

 

 

 

Nun möchte ich gehen

 

Genug der Phrasen, der leeren Wortgebilde,

Wortfetzen in meiner Sprache,

eingerahmt in sinnlose englische Banalitäten,

die die sie Gebrauchenden

nicht einmal übersetzen können.

 

Genug der Selbstverständlichkeiten,

den anderen verletzen zu dürfen,

die Würde des Menschen niederzutreten,

um mit dem trügerischen Schein der eigenen Macht

sein desolates Ich zu hofieren.

 

Genug der gnadenlos stoßenden Ellenbogen,

selbstgefällig nur den Weg vor Augen,

der die Gier nach Macht und Geld beflügelt,

nicht Halt machend vor Lüge und Verrat,

jeden niedertretend in den Morast.

 

Genug der Sehnsucht nach Heimkehr,

nach dem inneren Frieden, dem Licht,

das Zeichen setzt für die Ewigkeit,

einen Weg der Liebe weisend für jeden Suchenden.

Nun möchte ich gehen, ich bin bereit.

 

 

 

 

 

 

Lass uns tanzen

 

 

Lass uns tanzen,

diesen Tanz der Unendlichkeit,

befreit von den Hüllen,

die das Leben mit Narbennähten

uns auf den Leib schneiderte.

 

 

Lass uns tanzen

durch Träume der Vergessenheit,

entledigt der Masken,

die die Welt mit Meißelhieben

uns ins Gesicht hämmerte.

 

Lass uns tanzen

in das Licht der Ewigkeit,

vereinigt Hand in Hand ,

um ins Nichts zu entschweben,

das uns frei werden lässt.

 

Lass uns tanzen

 

1989

 


 

 

 

Licht am Ende des Tunnels

 

Leicht,

zielstrebig,

das Licht sehend,

die Wärme fühlend,

aufwärts gezogen,

geführt

Die schwere Last

Körper

vergessen

Licht,

mich umfangend

wieder loslassend

Rufe,

Schockwellen

durchbeben

holen zurück.

Ich lebe,

doch nie

werde ich vergessen

das Licht

am Ende des Tunnels

 

 2000

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Weg über die Regenbogenbrücke

Ein Körper ist wie ein Mantel,
er begleitet uns nur eine gewisse Zeit.
Wenn er unbrauchbar wurde,
trennen wir uns von ihm.
So wird die Seele ganz leicht
und kann von der Erde abheben
und dahin fliegen, wohin sie mag.

Zuerst nimmt sie Abschied
von Allem, was ihr hier auf Erden
viel bedeutet hat.
Das können Menschen, Tiere,
Erlebnisse oder Tätigkeiten sein.
Wenn du genau aufpasst,
kannst du immer wieder spüren,
wie eine Seele dich berührt.

Ganz froh und schwerelos
kann die Seele dann den Weg
zur Regenbogenbrücke gehen.
Ein ganz helles Licht begleitet
und leitet sie, damit sie sich nicht
in der Dunkelheit verirrt.

Über die schimmernden Farben,
schwebend, umhüllt von Wärme und
den Geräuschen der Natur,
findet sie nun die neue Heimat,
in der sie in Erinnerungen
den Sinn des Vergangenen erkennt.

Wir alle werden uns dort treffen,
wenn unser Trachten nach dem
Guten und Schönen uns beflügelt.


Für meine Kinder
geschrieben 1983

und nun für die Enkel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Licht verscheucht die Dunkelheit

 

Wieder versucht die Sonne

die dunklen Wolken zu verschieben.

Ein wenig Kraft benötigt sie

und schon hat sie ein Loch

in die dunkle Wand gerissen.

Es ist das Leben,

in der Dunkelheit zeigt sich

immer wieder Licht.

Also verzweifelt nicht,

schaut nach vorn

und schon erblickt ihr

den Hoffnungsstrahl,

der euch sicher leitet

 

 

 

 

 

 

Engel der Herzen

In einem Traum aus Rosenblüten,
seiden schimmerte die Nacht,
hat ein Engel, strahlend schön,
ein gebrochenes Herz bewacht.

Einen Schleier aus klarem Eis
legt er milde um die Wunden
und hat es mit der Hoffnung leis
an neuen Glauben still verbunden.

Das Herz nun flüstert dem Engel zu:
sag Engel, was wird sein?
Find in der Kälte ich jetzt Ruh
Lass keine Wärme ich mehr ein?

Ganz leise gab der Engel Kunde.
Er sprach von neuem Mut.
Schon bald schloss sich die glatte Wunde
gestärkt von frischem Blut.

Er hüllte es in lichten Glanz,
gab Wärme ihm aus klarem Licht,
dass dieses zarte Herz nicht ganz
an seinem Kummer still zerbricht.

Und siehst du mal in heller Nacht
am Himmel milden Schein,
denk dran, auch du wirst hier bewacht,
dein Engel wird bei dir sein.

 

1984

 

 

 

Unbezwingbar?

 

In welcher Zeit bewegen wir uns grenzüberschreitend,

bohren uns in das Universum, um Zeichen zu finden

einer außerirdischen Macht, die brennenden Fragen

der Seelen erklärend Frieden schenken sollen,

die noch verborgen bleiben vor dem Schauenden.

 

Unsere Augen sind erblindet, das Licht verschattet,

doch nur verschüttet im Geröll des Verstandes.

Im  tiefsten Ursprung ist unser Geist hellwach,

um  im Dunkel des vergessenen Glaubens,

wenn das sehnsüchtige Wollen  unser Antrieb ist,

gebeugt vor der Urkraft, Erinnern finden zu lassen.

FvB

                             

 

 

 

                                           Die Stimme eines Engels?

"Nicht was du

zusammenfegst,

sondern was du

verstreust,

erzählt, wie du dein

Leben gelebt hast"

http://floravonbistram-bei-bookrix.blogspot.com/

 

 

Auch wenn die Sonne

mir mal nicht scheint,

freue ich mich,

denn sie könnte

jeden Augenblick

die grauen Wolken

durchbrechen.

 

 

 

Nur ein Hinweis:

viele meiner Fotos

in den Texten

lassen sich

durch Anklicken

vergrößern

 

 

 

 

 

 

Nur da bist du

mit den richtigen

Menschen zusammen,

bei denen du sein kannst,

wie du bist,

wie du fühlst

und wo du fühlst,

dass diese Menschen sind

wie sie sind

und wie sie fühlen

 

 

2006

 

 

 

Wer es verstehen kann, der verstehe es.
Wer aber nicht, der lasse es ungelästert

und ungetadelt.

Dem habe ich nichts geschrieben.

Ich habe für mich geschrieben.


Jakob Böhme

 

 

 

Wenn ich tot bin,

darfst du gar nicht trauern

Meine Liebe

wird mich überdauern

und in fremden Kleidern

dir begegnen

und Dich segnen.

 

Ringelnatz

 

             Zeit

Zeit der Liebe, Zeit des Lebens,
Zeit des Nehmens, Zeit des Gebens
Zeit der Freude, Zeit des Leidens
Zeit der Tränen, Zeit des Scheidens
Zeit des Küssens, Zeit des Kosens
Zeit der Stürme, Zeit des Tosens
Zeit der Hoffnung, Zeit des Schmerzes
Zeit des Glauben, Zeit des Herzens
          Zeit bleibt Zeit

 

   

 

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Wie eine Feder

 

eben noch schwebend

im Himmel

der explodierenden

Gefühle

und jetzt,

am Boden,

noch nicht zerstört

ein wenig

sonnenbeschienen-

meine Hoffnung

kleine Feder

 

2004

 

 

 

 

 

 

Deine Hände,

deine Augen,

deine Stimme,

dein Mund,

dein Körper,

ganz und gar

DU

 


1979

"Denke lieber an das,

was du hast,

als an das,

was dir fehlt!

Suche von den Dingen,

die du hast,

die besten aus

und bedenke dann,

wie eifrig du

nach ihnen gesucht

haben würdest,

wenn du sie nicht hättest"


Marc Aurel

Als taktlos

wird meistens

derjenige bezeichnet,

der das ausspricht,

was alle

anderen denken.